Die Diagnose von Demenz erfolgt in mehreren Schritten. Es werden kurze Gedächtnistests wie der Mini Mental Test durchgeführt.
In einem zweiten Schritt erfolgt eine genauere Abklärung durch Fachärzte. Dazu gehören ausführlichere Gedächtnistests, Blutuntersuchung sowie eine Bildgebung des Gehirns, meist durch ein MRT. Damit werden mögliche zumeist behandelbare Ursachen ausgeschlossen, etwa Vitaminmangel, Schilddrüsenprobleme oder Stoffwechselstörungen. Manchmal wird ein EKG durchgeführt, um Herz und Kreislauf zu überprüfen.
In manchen Fällen folgt ein dritter Schritt mit speziellen Untersuchungen. Diese Untersuchungen sind nicht immer notwendig, können aber die Diagnose weiter absichern.
Für Angehörige ist es hilfreich, die betroffene Person zu Untersuchungen zu begleiten, Veränderungen im Alltag zu beobachten und vorhandene Befunde mitzunehmen. Eine frühzeitige Orientierung in der Krankheit ist für alle Beteiligten eine Entlastung und hilft oft das Leben zu erleichtern.
Gedächtnisambulanzen
Achtung: In allen Gedächtnisambulanzen gilt, dass Besuche nur nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung möglich sind!
Eine neue Behandlungsmöglichkeit bei der Alzheimer-Erkrankung ist die Antikörpertherapie. Dabei wird ein Medikament regelmäßig über die Vene verabreicht, um den Krankheitsverlauf zu verlangsamen.
Ob diese Therapie infrage kommt, wird individuell nach genauer Abklärung entschieden. Dafür ist eine Überweisung von einer Fachärztin oder einem Facharzt an die Gedächtnisambulanz der Neurologie LKH-Univ. Klinikum Graz notwendig.
Landeskrankenhaus Graz Universitätsklinik für Neurologie, Ambulanz für Gedächtnisstörungen
Ansprechperson: OÄ Dr.in Eva Maria Stögerer-Oberschmid
Auenbruggerplatz 22, 8036 Graz
Telefonische Terminvereinbarung: 0316 3858 2426,
Ambulanzzeit: Mo. – Fr.: 08:00 – 14:00 Uhr, EG, Gedächtnisambulanz
Zuweisung ausschließlich durch Fachärzte
Gedächtnis-Ambulanz der Albert-Schweitzer-Klinik Graz
Albert-Schweitzer-Gasse 36, 8020 Graz, ASK 1 (rotes Gebäude), Erdgeschoss/Tagesklinik
Tel.: 0316 7060 1302 oder 0316 7060 1304
Krankenhaus der Elisabethinen
Abteilung für Neurologie
Elisabethinergasse 14, 8020 Graz
Tel.: 0316 7063 2450
Ambulante Anlaufstelle
Psychosoziale Beratungsstelle für Ältere Menschen
Abklärung, Beratung und Vernetzung von Menschen ab 65 Jahren mit psychischen Problemen und von ihren Angehörigen; multiprofessionelle Defizit- und Ressourcenerfassung, Hilfeplanerstellung und Vernetzung; bei Bedarf auch mittels eines Hausbesuchs.
Eggenberger Allee 49/4, 8020 Graz, Eingang Karl-Morre-Straße
Tel.: 0316 89 00 35
E-Mail: bs.aeltere.graz@gfsg.at
Erreichbarkeit: Mo. – Mi., Fr.: 09:30 – 13:00 Uhr und Do.: 09:30 – 15:30 Uhr
Niedergelassene Fachärzte für Psychiatrie oder Neurologie mit alterspsychiatrischer Versiertheit
Eine Auswahl ist zu finden unter: oder
Andere Krankheiten werden mit einer Demenzerkrankung schwieriger zu bewältigen. Deshalb ist es wichtig, frühzeitig ein gutes Netzwerk aus Hausärzte sowie weiteren Fachärzte aufzubauen. Auch eine Beratung zu Medikamenten und deren richtige Anwendung und Wirkung in demenzfreundlichen Apotheken, unterstützt.
Primärversorgungszentren
Bieten Beratung und Betreuung im interdisziplinären Team an.
Allgemeinmedizin Graz Gries
Karlauerstraße 17, 8020 Graz
Tel.: 0316 93 12 72
E-Mail: office@allgemeinmedizingries.at
Gesundheitszentrum Liebenau
Liebenauer Hauptstraße 258, 8041 Graz
Tel.: 0316 46 23 40
E-Mail: ordination@gzliebenau.at
Gesundheitszentrum Reininghaus
Am Steinfeld 8, 8020 Graz
Tel.: 0316 29 27 31
E-Mail: ordination@gz-reininghaus.at
Gesundheitszentrum Smart City
Waagner Biro Straße 128, 8020 Graz
Tel.: 0316 58 13 63-0
E-Mail: aerzte@lendarzt.at
Hausärztinnen Eggenberg
Alte Poststraße 139, 8020 Graz
Tel.: 0316 58 32 51
E-Mail: office@hausaerztinnen-eggenberg.at
MEDIUS Zentrum für Gesundheit
Leonhardplatz 3, 8010 Graz
Tel.: 0316 90 44 88
E-Mail: info@medius.at
Gesundheitsdrehscheibe Graz
Niederschwellige Beratungsstelle der Stadt Graz für Gesundheit, chronische Erkrankungen und Gesundheitsförderung. Die Angebote sind kostenlos, auf Wunsch anonym, in mehr als 50 Sprachen gedolmetscht, barrierefrei, auch ohne Krankenversicherung und ohne Aufenthaltstitel verfügbar.
Annenstraße 28, 8020 Graz
Tel.: 0316 872-3999
E-Mail: gesundheitsdrehscheibe@stadt.graz.at
Spezial-Ambulanzen
Universitätsklinik für Zahnmedizin und Mundgesundheit –
Kieferchirurgie Spezialambulanz
Wenn eine herkömmliche zahnmedizinische Behandlung nicht möglich ist, stehen Einrichtungen für eine Behandlung in Narkose zu Verfügung.
Billrothgasse 4, 8010 Graz
Tel.: 0316 385 12 428 oder bei Risikoeingriff Tel.: 0316 385 260 26
Apotheken
In der Steiermark haben sich 18 Apotheken zu „demenzfreundlichen Apotheken“ weiterentwickelt. Sie bieten eine spezifische Beratung und Betreuung für Menschen mit Demenz und betreuende Angehörige an und tragen durch das
Sichtbarmachen des Themas „Leben mit Demenz“ zur Entstigmatisierung bei.
„Demenzfreundliche Apotheken“ in Graz: Apotheke am Grünanger, Apotheke zur St. Anna, Bahnhof Apotheke, Leonhard Apotheke, Stadt Apotheke;
In GU: Lilien Apotheke, Seiersberg, Fux Apotheke in St. Marein bei Graz.
Gesundheitsberatung Tel.: 1450
Beachten Sie, dass die telefonische Gesundheitsberatung 1450 keine ärztliche Behandlung ersetzt und keine Diagnosen stellt. Sie dient als Wegweiser durch das Gesundheitssystem und ist die erste Anlaufstelle bei akuten Beschwerden, die keinen medizinischen Notfall darstellen. In medizinischen Notfällen, wie bei schweren Unfällen, akuter Atemnot oder Bewusstlosigkeit, sollte umgehend der Rettungsnotruf 144 gewählt werden.
Generell reagiert der Körper im Alter sensibler auf die Einnahme von Substanzen wie z.B. Alkohol und es verschlechtert in der Regel Symptome einer Demenzerkrankung. Verwirrung oder Stimmungsschwankungen sind die Folge. Menschen mit Demenzerkrankungen fällt es oft schwer den eigenen Konsum zu kontrollieren.
Eine Möglichkeit für einen guten Umgang ist es, Suchtmittel nicht frei zugänglich aufzubewahren oder sie ganz zu entfernen. Bei Alkohol gibt es mit alkoholfreien bzw. alkoholarmen Getränken Alternativen.
Damit reduziert sich auch das Risiko für Aggressionen oder andere Verhaltensprobleme. Angehörige und Vertrauenspersonen können Unterstützung durch ärztliches Personal oder Beratungsstellen in Anspruch zu nehmen.
Weitere Information und Beratung für Betroffene und Angehörige:
b.a.s. Steirische Gesellschaft für Suchtfragen
Dreihackengasse 1, 8020 Graz
Tel.: 0316 82 11 99
E-Mail: office@bas.at
Drogenberatung des Landes Steiermark
Friedrichgasse 7, 8010 Graz
Tel.: 0316 32 60 44
E-Mail: drogenberatung@stmk.gv.at
Mit der steigenden Lebenserwartung sind auch zunehmend Menschen mit Behinderungen von demenziellen Erkrankungen betroffen.
LebensGroß möchte für das Thema Menschen mit Behinderungen und Demenz sensibilisieren.
Im Rahmen von fachlichen Weiterbildungen, Treffen zum interdisziplinären Austausch, Beteiligungen an Forschungsprojekten und Entwicklungen bedarfsorientierter Angebote erarbeitet LebensGroß innovative und personenzentrierte Lösungen.
LebensGroß
Conrad-von-Hötzendorf-Straße 37a, 8010 Graz
Ansprechperson: Marianna Wilfling
Fachfrau für Behinderung und Demenz
Tel.: 0676 847 155 648
E-Mail: marianne.wilfling@lebensgross.at
Bei Demenz leiden oft motorische Fähigkeiten. Folgen: Stürze, Verletzungen oder Immobilität. Für die Aufrechterhaltung der Mobilität und Aktivität, sowie einem Ansatz, der alle Gesundheitsaspekte unterstützt, gibt es weitere Einrichtungen.
Physiotherapie
Physiotherapeutische Begleitung erhält Mobilität und Aktivität.
Mehr Informationen auf:
Tipp: Wählen Sie im Fachbereich Innere Medizin (Geriatrie)
Ergotherapie
Durch gezielte Aktivitäten, Beratung und Umweltanpassungen wir die Bewältigung des Alltags verbessert.
Logopädie
Durch gezielte Übungen und Training können die Kommunikationsfähigkeit möglichst lange erhalten und Schluckstörungen verbessert werden.
Tipp: Geben Sie den Suchbegriff Demenz ein
Diätologie
Bei Demenz führen ein verändertes Hunger- und Geschmacksempfinden oft zu Mangelernährung. Eine individuell angepasste Kost kann den Gesundheitszustand deutlich verbessern.
Tipp: Klicken Sie Hausbesuche an.
MobiRem – Mobile Remobilisation zu Hause
durch Ärzte, Ergo-/Physiotherapeuten nach Aktuereignissen von geriatrischen Patienten. Zuweisung über Hausärzte bzw. Krankenhaus.
Allgemeine Infos unter:
Koordinationsstelle MobiRem
Tel.: 0316 340 5585
Tagesklinik für Akutgeriatrie und Remobilisation
Die Behandlungen und Therapien richten sich an ältere Menschen, die Schwierigkeiten bei der Verrichtung von Alltagstätigkeiten haben. Ein interdisziplinäres Team kümmert sich um Sie, um Ihnen ein möglichst selbständiges Leben zuhause zu ermöglichen.
Albert Schweitzer Klinik
Albert-Schweitzer-Gasse 36, 8020 Graz
Tel.: 0316 7060 1560
Ein Krankenhausaufenthalt ist für Menschen mit Demenz oft sehr verwirrend und belastend. Wenn eine Aufnahme notwendig ist, ist es wichtig, gut darauf vorzubereitet zu sein.
Klären Sie früh rechtliche Fragen, zum Beispiel eine Vorsorgevollmacht oder Erwachsenenvertretung. Eine Notfallmappe mit wichtigen Informationen sollte vorbereitet und griffbereit sein. Dazu gehören aktuelle Befunde, eine Medikamentenliste und wichtige Kontaktdaten, sowie Gewohnheiten des Betroffenen.
Packen Sie rechtzeitig eine Tasche für das Krankenhaus. Vertraute Dinge geben Sicherheit, zum Beispiel gewohnte Kleidung, ein eigenes Kissen, Fotos oder persönliche Gegenstände. Beschriften Sie wichtige Dinge mit dem Namen.
Wenn möglich, begleiten Sie Ihre Angehörige oder Ihren Angehörigen ins Krankenhaus. Bei geplanten Aufenthalten ist es hilfreich, vorab Kontakt mit der Station aufzunehmen und wichtige Fragen zu klären, etwa zu Ansprechpersonen, Abläufen und Entlassung.
Informieren Sie das Krankenhauspersonal über eine Bezugsperson, die Auskunft erhalten darf und Entscheidungen trifft. Stimmen Sie Besuche gut ab und bringen Sie bei längeren Aufenthalten vertraute Beschäftigungsmaterialien mit.
Das Entlassungsmanagement im Krankenhaus unterstützt bei der Planung nach der Entlassung und helfen bei organisatorischen Fragen.
Stationäre Aufnahme aufgrund der Demenzerkrankung
Alterspsychiatrie (Gerontopsychiatrie) befasst sich mit der Diagnose, Behandlung und Prävention psychischer Erkrankungen im höheren Lebensalter (meist ab 65 Jahren). Dabei werden altersbedingte Faktoren wie Demenz, Verluste, Pflegebedürftigkeit und körperliche Erkrankungen berücksichtigt.
Eine stationäre Behandlung von Demenz kann notwendig sein, wenn sich der Zustand deutlich verschlechtert oder starke Verhaltensveränderungen auftreten.
Bei Unsicherheit hilft eine telefonische Beratung.
Über die Hotline erhalten Sie Unterstützung bei der Einschätzung und Informationen zu den nächsten Schritten. Stationäre Aufnahmen werden bei Bedarf ebenfalls über die Hotline koordiniert.
LKH Graz II, Standort Süd, Abteilung für Alterspsychiatrie und Alterspsychotherapie
Ansprechpartner für Patienten über 70 Jahre, für die Region Land Steiermark und Südburgenland.
Wagner-Jauregg-Platz 1, 8053 Graz
Tel.: 0316 2191 2700
Erreichbarkeit Hotline: Mo. – Fr. von 09:00 – 12:00 Uhr
Krankenhaus der Elisabethinen
Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie, Ansprechpartner für Patienten über 70 Jahre, für die Region Graz (alle Stadtbezirke) und Graz-Umgebung.
Elisabethinergasse 14, 8020 Graz
Telefonhotline: 0316 7063 2515
Erreichbarkeit Hotline: Mo. – Fr. von 09:00 – 19:00 Uh
Seit 2025 gibt es eine Übersicht über die Präventionsfaktoren, die das Risiko einer Demenzerkrankung beeinflussen.
In jungen Jahren spielt Bildung eine Rolle. Sie kann das Risiko für Demenz erhöhen oder senken.
Im mittleren Alter sind Bewegung und gesunde Ernährung wichtig. Rauchen und viel Alkohol erhöhen das Risiko.
Krankheiten wie Diabetes oder hoher Blutdruck sollten behandelt werden. Auch Depressionen sollten ernst genommen werden. Probleme beim Hören oder Sehen sollten früh behandelt werden.
Im höheren Alter sind soziale Kontakte wichtig. Wenig Kontakt zu anderen kann das Risiko erhöhen. Die Krankheit kann dann schneller verlaufen.
Die Sekundärprävention beginnt bei ersten Anzeichen.
Ziel ist es, die Krankheit früh zu erkennen und zu verlangsamen. Dabei helfen regelmäßige Arztbesuche, passende Therapien, die Behandlung anderer Krankheiten und angenehme Freizeitaktivitäten.